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    Nusa Lembongan


    Okay, ich weiß schon- es ist ein bisschen verkehrt, dass ich mich dazu erst jetzt so richtig äußere. Vielleicht ist es auch verkehrt, dass ich mich überhaupt dazu äußere. Aber die letzten vier Tage auf Nusa Lembongan (Die Insel östlich von Bali) haben mir ein bisschen die Augen dafür geöffnet, wie extrem groß die Kluft in diesem Land ist, zwischen für Touristen angepasste Spielwiesen und Realität. Es könnte daran liegen, dass Nusa so etwas wie ein Tauch-Strand Paradies ist, ein bisschen klischeehaft, wie man es auf Postkarten oder in lahmen Magazinen sieht, die man sehnsüchtig durchblättert während man im Büro sitzt. Ich gebe es zu- ich wurde geblendet. Diese winzigen drei Inseln, zu denen ich eigentlich nur gefahren bin, um meinen Open Water-Tauchschein zu machen (oh ja!) haben mich verzaubert, sobald ich den ersten Schritt aus der Fähre in das wunderschöne, türkis- blau gefleckte Wasser gesetzt habe. Wir haben uns freiwillig einen halbstündigen Fußmarsch mit unseren vollbepackten Rucksäcken entlang des Strandes gegeben, weil wir den paradiesischen Insel-Spirit aufnehmen wollten. Ich hatte wirklich keine Ahnung.

    Aber zuvor noch ein paar positive Dinge: Nusa hat wunderschöne Strände, Klippen und ist einer der schönsten Tauchorte der Welt (hab ich mir zumindest sagen lassen!). Ein Sonnenuntergang war schöner als der andere, die nächtlichen Stürme und Gewitter hatten ihre eigene Dimensionen und an dem 6m Manta Rochen, den ich bei meinem Abschlusstauchgang gesehen habe ist auch nichts auszusetzen – Zitat meines Tauchlehrers: „Hätte ich bei meinem Open Water einen Manta gesehen, ich hätte mir in die Hose geschissen“. Nicht einmal meine Lebensmittevergiftung am zweiten Tag konnte mir meinen Trip verdüstern, so im Rausch war ich. Am dritten und vorletzten Tag, hab ich dann endlich die Chance genutzt die restliche Insel zu erkunden, da mein Aufenthalt bis dahin nicht weiter als maximal gefühlte 20m entfernt vom Strand stattgefunden hat. Finja ist bereits abgereist, also hab ich mir ein Moped gecheckt und bin losgedüst. Tja- Ich kann kaum in Worte fassen, wie stark der Kontrast zwischen dem äußeren Strand-Ring und dem Innenleben der beiden kleinen Inseln- die durch eine Brücke verbunden sind- ist.

    Alles, was nicht zu Touristenfutter gemacht werden konnte (sprich der gesamte innere Bereich) befindet sich dort in einem Stadium tiefer Armut. Die Menschen leben in zerfallenen Häusern, sitzen auf den Straßen mit zerfetzter Kleidung, während die Kinder spielend und lachend um das Feuer rennen, in dem sie ihren Müll verbrennen. Meine Güte, dieser Müll. Er ist überall, als riesige Haufen liegen die Plastikflaschen, Container und diverse andere Dinge herum und verschmelzen mit den schlammigen Wegen, die Straßen ersetzen sollen. Sogar beim Tauchen, in 18m Tiefe habe ich noch Flaschen herumkugeln sehen. Den Höhepunkt hat meine Bestürzung/mein brutales Erwachen allerdings erlebt, als zwei elfjährige Jungen mich mit dem Moped überholt haben, sich der Mitfahrende umgedreht, mich abschätzig angeschaut und mir seine Zigarette entgegengeschnippt hat. Ja, richtig gelesen. Seine Zigarette. Ich habe danach (komplett verstört) mit einem Local geredet, der mir total verwundert erklärt hat, dass es normal ist, hier schon in der Volksschule mit dem Rauchen zu beginnen. Das hat er auch schon so gemacht. So findet man früh Freunde. (Falls ihr euch fragt, was seine Begründung ist).

    Wie schon gesagt, die Zustände in Bali bzw. ganz Indonesien(zumindest was ich gesehen habe) sind immer ungefähr so ähnlich. Ich kann auch nicht genau sagen, warum mich die Lage speziell in Nusa so viel mehr getroffen hat, als sonst wo. Aber seit ich das gesehen habe, mit meinem Moped und Helm, meinem blöden Touristenrucksack und meiner überteuerten Sonnenbrille kurz vor Abschluss meines Tauchscheins da durchgefahren bin, lässt es mich nicht mehr los.

    Nicht falsch verstehen, ich habe meinen Aufenthalt auf der Insel extrem genossen! Trotz salzigem Leitungs-&Duschwasser und dem Ganzen, waren es wunderschöne 4 Tage und einmal nicht sofort wieder weiterreisen zu müssen, war äußerst entspannend. Aber seit mir das so ins Bewusstsein gedrungen ist, wie die Leute abseits der Öffentlichkeit leben, liege ich stundenlang wach jede Nacht und sehe in den Straßen plötzlich noch mehr Müll, noch mehr Kinder, die Armbänder auf der Straße verkaufen und dich trotzdem so herzlich anlächeln und kichernd weglaufen wenn du „Hallo“ sagst, weil sie nicht ganz aus ihrer Kinderhaut rauskönnen, obwohl sie es müssen. Ich sehe noch mehr Menschen, die nur noch wenig bis keine Zähne in ihrem Mund haben und die Benzin aus ehemaligen Trinkflaschen verkaufen. In Nusa ist das ganze natürlich nochmal extremer, weil es isolierter und ländlicher ist. Trotzdem: hier ist der gesamte Standard so viel weiter unten, es sind keine Einzelfälle, die aus der uniformen Masse herausstechen, wie beispielsweise bei uns. Diese Lebensweise IST die uniforme Masse. Ich meine, wir alle wissen, wie es teilweise auf der Welt zugeht. Wir kennen es alle aus Büchern, Filmen, Dokumentationen, aus der Schule. Aber es ist nochmal was komplett anderes, hier in ein lokales, kleines Restaurant zu gehen, mit einer Lebensmittelvergiftung aufzuwachen, sich zu denken „Was habe ich mir auch erwartet?“ und sich dann für den Gedanken zu schämen, obwohl es so schmerzlich schlüssig ist. Der Wunsch es zu ändern, zu verbessern, lässt mich seitdem nicht mehr los. Ich werde mir hierzu noch etwas überlegen.

    Übrigens bin ich mittlerweile, nach einem kurzen Aufenthalt in Sanur, in Padang Bai angekommen, wo ich mir das Zimmer mit sechs Deutschen teile. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mir wünsche, meinen Namen wieder richtig zu hören. In Kathi ist ein "h" verdammt! Abgesehen davon, ist es wirklich verrückt, wie schnell man sich an diese Hostel Szene gewöhnt, die immer neuen Leute, der ständig wechselnde Schlafplatz. Es fällt jedes Mal leichter, sich schneller wie Zuhause zu fühlen. Wenn ich das nicht könnte, würde ich nach jeder Nacht durchdrehen.


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