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Northland
Kaum zurückgekehrt, holte ich das Auto ab, das in Zukunft mir gehören sollte. Ich war so aufgeregt (und bin es noch), aber es hätte nicht perfekter sein können. Ich habe sie „Sweet As(s)“ getauft nach meinem Lieblings- neuseeländischem Ausdruck und Alan hat sich die Zeit genommen, mir zu helfen, es schlaftauglich zu machen- er hat die Sitze rausgenommen und mir eine Vorrichtung gebaut, auf die ich eine Matratze legen konnte. (Wie schon gesagt, so schräg er auch ist, er ist trotzdem so unfassbar hilfsbereit!)

Mein Abenteuer konnte also endlich losgehen. Ich packte meine Sachen und fuhr zum nächsten Warehaus (die neuseeländische Version eines Metro/krimskrams Laden) Richtung Norden und kaufte so ziemlich alles ein, was man meiner Meinung nach zum Campen brauchte. Mit meiner neuen Ausstattung machte ich mich auf den Weg und stand sofort vor der ersten Herausforderung- es ist hier nämlich verboten einfach im Auto zu schlafen. Dass es spezielle Campingplätze gibt, wo man es gratis darf, wusste ich noch nicht, also habe ich mich in eine Wohnstraße abseits des Verkehrs geparkt und meine erste Nacht im Auto verbracht- und das ganz ohne Strafe! Allerdings sah ich mich am nächsten Tag einigen Problemen gegenüber, die in der Nacht noch leichter zu bewältigen waren, hauptsächlich Folgendes: Wo sollte man mitten am Tag in einer bewohnten Straße aufs Klo gehen? Ich habe es noch auf eine Tankstelle geschafft, aber diesen Fehler würde ich nicht noch einmal machen.
Nachdem ich meine Lebensmittelvorräte auch aufgestockt hatte (wie cool man sich fühlt, wenn man haufenweise Pasta und 12 Liter Container Wasser kauft, unfassbar!) machte ich meinen ersten Halt in einer Glühwürmchenhöhle in Waipu. Es hat in Strömen geregnet und die Höhle war undicht, allerdings war die Aussicht auf die Millionen von Glühwürmchen, die die Höhlenwände bedecken so schön, dass alles andere schnell vergessen war. Ich war wie hypnotisiert. Als ich mich endlich loslösen konnte, habe ich ein paar Camper kennengelernt, die mir die App empfohlen haben, die von da an meine weitere Reise leiten würde- WikiCamps NZ. Wer hätte gedacht, dass es eine App gibt, die einem alles an nützlichen Infos, Sehenswürdigkeiten und das Wichtigste – Campingplätze inkl. Preise anzeigt? Vermutlich viele, aber hey, man kann ja nicht alles wissen!
Ich fuhr also nach Tutukaka (ein Hoch auf die Maori, die hier die meisten Orte benannt haben), fand eine Tauchschule, die mich am nächsten Tag mitnehmen würde und einen Campingplatz in der Nähe. Immer noch mehr schlecht als recht machte ich es mir in meinem Auto bequem, ignorierte die Kälte und machte mich früh morgens auf zum Tauchen. Was soll ich sagen? Es war… kalt. Das Wasser hat hier 15 Grad, gegen die man auch mit 7mm Westsuit und Hood nicht gewappnet ist. Nach tropischen, 26 Grad warmen, Indonesien- Eindrücken war ich einigermaßen Enttäuscht, dass ich 300$ gezahlt habe und hauptsächlich Seegras gesehen habe. Aber vielleicht bin ich einfach zu verwöhnt? Jedenfalls waren die Legenden zu den Poor Knights Islands spaßig, auf dem Rückweg haben uns Delfine begleitet und ich hatte die volle Findet Nemo Erfahrung, dank des OASs (Ost-Australischen-Stroms) der bis nach Neuseeland fließt!

In der folgenden Nacht konnte ich endlich einen nicht bewölkten Sternenhimmel bewundern, der mich in Staunen versetzt hat und habe die Technik gefunden, die mich warm hält- 1.Schritt: In der Fleece Decke einwickeln. 2. Schritt: in eingewickelter Form in den Schlafsack schlüpfen. Burrito- Done! Übrigens kann ich garnicht glauben, dass ich den Schlafsack beinahe nicht gekauft hätte, weil ich dachte ich bräuchte ihn nicht! Danke Vergangenheitskathi!
Ich stand früh auf, bewunderte den Sonnenaufgang und fuhr danach mit kleineren Unterbrechungen immer weiter Richtung Cape Reinga. Ich habe einige Trekking Touren gemacht (statt drei Tagen allerdings nur drei Stunden) und wurde mit dem Campen immer routinierter und vor allem weniger tollpatschig. Ich blieb überall stehen wo ich wollte, was vermutlich das Beste am alleine Reisen ist und war beinahe schon reizüberflutet von all den schönen Dingen, die man hier so sieht. Eventuell deshalb befiel mich nach einiger Zeit eine Art Rastlosigkeit. Man hört immer nur die vielen tollen Dinge, übers Reisen (besonders ohne Gesellschaft) aber ich rate euch, unterschätzt es auch nicht! Tagelang allein in einem Auto zu sitzen, schlafen und zu essen ist isolierter als man es sich vorstellen kann. In Indonesien war ich dank der Hostels immer unter Leuten, habe Freundschaften geschlossen und hatte fast immer eine Reisebegleitung. Beim Campen geht das nicht mehr so leicht. Ich kämpfte also gegen die ansteigende Einsamkeit und auch Langeweile an, versuchte mich auf Trab zu halten und fuhr Stunde um Stunde um endlich anzukommen.
Hier ist dann auch mein nächster Fehler passiert. Aus irgendwelchen Gründen habe ich nämlich nicht bedacht, dass es in Northland weit weniger Menschen und daher auch weit weniger Dinge des täglichen Gebrauchs gibt. Wie zum Beispiel Tankstellen. Ich weiß nicht, warum ich immer wieder so ein Problem mit dem Tanken habe, aber scheinbar liegt es tief in mir verankert, zu glauben, dass sich mein geplanter Weg mit dem vorhandenen Tank schon noch ausgeht, oder die nächste Tankstelle noch kommen wird. (Throwback to Indonesien!) Was ihr an dieser Stelle unbedingt noch wissen müsst- ich habe nach dem Autokauf mein Kreditkartenlimit erreicht und konnte daher nur noch Cash zahlen. Ansich keine große Sache, was mir allerdings auch nicht in den Sinn kam, war, dass mit verebben der Zivilisation auch die Zahl der Bankomaten schrumpfen würde. Hier war ich also, mitten in Northland und rollte mit einem beinahe leeren Tank zur letzten Tankstelle, die natürlich nur Kreditkarten annahm. Der letzte Bankomat lag 40km in die andere Richtung zurück und ich hatte 20$ bei mir. Nach einigem Diskutieren mit der Tankstellenbesitzerin konnte ich zumindest um dieses Geld noch tanken und stand nun vor einer Entscheidung. Die 20km zur nördlichen Spitze weiterfahren und es riskieren, oder die 40km zum Bankomaten, zurück zur Tankstelle und dann zum Cape Reinga? Ich habe mich für Ersteres entschieden. Meine Tanknadel panisch beobachtend fuhr ich zum nördlichsten Zipfel. Nachdem ich dort angekommen war, konnte ich seit Tagen das erste Mal wieder abschalten und zur Ruhe kommen, so sehr hat mich der Ausblick vereinnahmt. Das tasmanische Meer und der Pazifik treffen an diesem Punkt aneinander und der Anblick ist einfach atemberaubend. Wie gebannt war ich dort stundenlang, vergaß meine Sorgen und Einsamkeit und verbrachte meine Nacht auf einem nahegelegenen Campingplatz.

Mit neuem Elan lernte ich dort am nächsten Tag ein Mädchen kennen die auch alleine reist (Natürlich sieht man sonst hauptsächlich Pärchen oder Gruppen) und schloss mich für den Tag mit ihr zusammen. Da Neuseeland ein verrücktes Land ist, gibt es hier auf der einen Seite Wald und Wasserfälle und auf der anderen Sanddünen, auf denen man Surfen kann. Was auch immer Neuseeland gestaltet hat, war ziemlich sicher betrunken, aber ich will mich nicht beschweren, es war unglaublich cool!
Danach hatte ich nur noch ein einziges Ziel- Tanken! Ich habe beinahe mehr auf meine Tankanzeige als auf die Straße geachtet, so schnell hat sich die Nadel Richtung „E“ gesenkt. Mit dem gefühlt letzten Liter bin ich dann bei einer Tankstelle eingerollt und war selten so froh, 100$ ausgeben zu können.
Ab hier führte mich mein Weg dann immer weiter gen Süden.
Mittlerweile bin ich (ihr werdet es kaum glauben) wieder bei Alan, dessen Eltern gerade auf Urlaub sind und in deren Haus ich die nächsten Tage wohnen kann- ganz ohne Massagen oder sonstige merkwürdigen Erlebnisse, dafür aber warmes Wasser, WLAN und ein Bett- wie viel besser kann es sein?







