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Was bisher geschah..
Nein, ich bin nicht von Alan ermordet oder weiter belästigt worden, keine Sorge. Stattdessen habe ich wunderbare drei Tage im Luxushaus seiner Eltern verbracht- welches ich ganz für mich allein hatte. Nachdem ich meine Northlandtour etwas ausgelaugt und wie schon erwähnt ruhelos beendet hatte, war es umso schöner, mal an einem Ort zu bleiben und sich sowas wie Alltag zu –ich möchte geradezu sagen- gönnen, der mir hier mehr als manchmal fehlt. Ich war im Kino, habe Wäsche gewaschen und noch einen wunderbaren Tag mit Darrel (ihr erinnert euch noch?) verbracht, der mich zu den geheimsten Geheimplätzen mitgenommen hat. Frisch, gestärkt und vor allem sauber habe ich mich dann endgültig von Alan verabschiedet und mich wieder meinem Abenteuer zugewandt.

Mein Ziel war Coromandel, eine Halbinsel im nördlichen Teil Neuseelands. Ich wusste noch nicht viel darüber, war aber bereits als ich an der Küstenstraße angekommen bin, restlos verzaubert. Neuseeland überwältigt mich einfach jedes Mal aufs Neue. Ich fand einen Campingplatz direkt am Meer, ließ mich berauschen (badum-tss) und verbrachte meine Nacht dort. Fehler Nummer Eins.
Aufgeweckt wurde ich nämlich von einem Herrn in grüner Uniform, der um 06:30 Uhr energisch an mein Fenster klopfte und der halb verschlafenen Version von mir erklärte, dass dieser Campingplatz „Self Cointained Vehicles Only“ ist. Langsam wach werdend erklärte ich ihm, dass ich keine Ahnung hatte- geglaubt hat er mir zwar, abgehalten davon mir ein Ticket über 200 Dollar auszustellen, hat es ihn trotzdem nicht. In meinem Stolz verletzt fuhr ich zur nächsten Anlaufstelle für Verkehrsdelikte, etc. und füllte ein „Explanation Form“ aus- in dem man erklärt, warum das „Verbrechen“ begangen wurde und auf Nachsicht hofft. Neuseeland, wie es leibt und lebt.
Danach hat sich mein Tag zum Besseren gewendet, ich war auf einer Schweinefarm, auf der ich ein 2 Tage altes Ferkel halten durfte, bei Wasserfällen und ich war tatsächlich wieder gut gelaunt als ich zum Abschluss noch einen kurzen Spaziergang durch einen Kauri Wald machen wollte, angeschrieben mit 10 Minuten Gehzeit. Was ich mitgenommen habe? Mein Handy. Fehler Nummer Zwei.
Ich weiß nicht genau, warum mir mein Handeln in dem Moment logisch erschien. Es gab einen Weg abseits des Weges, ich dachte an Robert Frost, Abenteuer und „Out of your comfort zone“ und all diesen Mist, über den alle Leute dauernd reden. Noch dazu war der Pfad mit kleinen gelben Pfeilen markiert, also musste er, wie ich mir sagte, zumindest halbwegs im Alltagsgebrauch sein. In meiner Unwissenheit, ging ich davon aus, dass der Weg einfach einen weitläufigeren Kreis beschreiben würde, als der Ursprüngliche. Er tat es nicht. Nach einer Stunde sinnlosem Stapfen, siegte die Vernunft und ich beschloss umzukehren, bevor ich im tiefsten Wald verschwinden würde. Ich drehte mich also um, um den Weg den ich gekommen war einfach zurückzugehen- uuuund (insert South Park Voice here) er war weg. Und ich hatte absolut keine Ahnung, wo ich war. Ich weiß, es klingt gestört, aber ich schwöre euch, ich habe mich so zielstrebig aufs Gehen konzentriert, dass ich weder auf meine Umgebung, noch auf die Markierungen geachtet habe. Story of my Life.
Die Sache die noch gesagt werden muss: Kauri Wälder sind nicht wie europäische Baby- Wälder, die aus ein paar Bäumen und Sträuchern bestehen, durch die man einfach durchgeht. Oh nein. Kauri Wälder sind ein verdammter Dschungel, bis oben hin voll mit Lianen, Ranken, Abhängen, Schlamm, Dornen, Sträuchern, Farnen, Palmen und den dichtesten Gewächsen die man sich vorstellen kann. Keine Panik. Immer wieder sagte ich mir das, als ich anfing in die von mir vermutete richtige Richtung zu gehen. Empfang: Keiner, Akku: 20% (wieder mal, ich weiß). Zu Anfang war es irgendwie noch ein schlechter Scherz, ein Missgeschick, über das man lachen konnte, nennt es wie immer ihr wollt. Eine Stunde später, als ich den letzten Rest meiner Orientierung verloren hatte, meine Kleidung verdreckt und zerrissen war und ich übersät war mit Verletzungen, wurde es langsam zu einem wahr gewordenen Albtraum und ich fing an um Hilfe zu schreien.
Der sich ständig wiederholende Ablauf war ca. folgender: Zehn Schritte in eine Richtung, check ob ich Empfang habe, Hilferuf, nicht in Panik verfallen, weitergehen oder Richtung wechseln. Es war bereits später Nachmittag, ich hatte weder Licht, noch Verpflegung und meine Jacke hatte ich im Auto gelassen, weil es noch warm war als ich wegging. Und lasst euch gesagt sein, neuseeländische Nächte werden kalt. Mit diesem Wissen auf den Fersen ging ich also weiter, kämpfte (es gibt kein besseres Wort dafür) mich durch Gebüsche, kehrte wieder um, strangulierte mich fast, usw, usf. Ich versuchte immer wieder mit meinem GPS abzugleichen, ob zumindest die Richtung ansatzweise stimmte, aber auch das konnte ich nicht sicher bestimmen, weil der Punkt sich nie wirklich bewegte und ich zu oft auf Grund unbegehbarer „Wege“ eine andere Route einschlagen musste.
Nach einer weiteren Stunde fand ich einen Fluss. All mein Bear Grylls Wissen kam mir zur Hilfe und ich folgte ihm kurzerhand, in der verzweifelten Hoffnung, dass Flüsse ja irgendwann, irgendwo münden müssten. Ich habe Recht behalten. Ich muss ausgesehen haben wie Robin Williams in Jumanji, als ich schlussendlich nach über einer weiteren Stunde auf dem Parkplatz ankam und dennoch- das Gefühl, sich in Sicherheit zu wissen war einfach unbezahlbar. Ich bin wie in Trance zu dem nächsten Campingplatz gefahren, bei dem Steve, der überfreundliche Wärter, sich meine Geschichte angehört hat und mir daraufhin eine extra Duschmünze und einen Tee geschenkt hat. Danach fühlte ich mich fast wieder wie ein Mensch.

Mir meiner eigenen Schuld bewusst, habe ich mir übrigens geschworen nie wieder in einen Kauri Wald zu gehen. Nach solchen Geschichten frage ich mich, wieso Menschen wie ich überhaupt außer Haus gehen dürfen. Ich habe ständig einen riesen Haufen Glück bei mir frage mich, ob er wohl irgendwann ausgehen wird und ich aus meinem nächsten Schlamassel vielleicht nicht mehr so haarscharf herauskomme.
Die Tage danach ging ich es wieder sicherer an (mitunter, weil ich kaum gehen konnte) , ich war in einem Vogelpark, Kajakfahren bei Cathedral Cove und am Hot Water Beach, wo ich mir einen eigenen, heißen Pool buddeln wollte. Als ich die Menschenmassen gesehen habe und einer der Typen dort schockiert auf meine zerschundenen Beine blickte und sagte „My God, look at her legs!“ habe ich allerdings wieder Kehrt gemacht. Ich warte auf ein friedlicheres Bad. (Wobei man bei mir vermutlich nicht drauf wetten sollte, dass ich das finde).







