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    Im wilden Westen

    Nachdem wir so lange unsicher waren, ob wir es überhaupt auf die Fähre schaffen würden, bzw. ob die Fähre überhaupt fahren würde war es fast wie in einem Traum, als wir endlich in Picton ankamen. Wir waren beide ziemlich aufgeregt – wir hatten von fast jedem, den wir getroffen haben gehört, dass die Südinsel sehr viel schöner wäre, als die Nordinsel. Ich hatte Worte wie „wild“ „surreal“ „traumartig“ „atemberaubend“ im Kopf, dementsprechend hoch war auch meine Erwartungshaltung.

    Als wir dann endlich dort waren, wurden unsere Erwartungen schnell erfüllt und noch übertroffen, als wir in den Abel Tasman Nationalpark aufbrachen. Durch die vielen kleinen Inseln, Landzungen und Buchten gibt einem der Park das Gefühl, in einer Mischung aus Fjord und Dschungel zu sein. Da es uns nicht genug erschien, das Gebiet nur mit dem Auto zu erkunden, entschlossen wir uns, ein Kajak zu mieten und es auf die altmodische Art und Weise zu erforschen- mit harter Arbeit und einem guten Paddel! Wir sahen Seelöwen, Vogelanlagen, verrückte Inseln und wunderschöne Strände. Geendet hat der Ausflug in der Mad Mile- ein kurzes Stück offene See ohne Windschutz. Nur wir und das ungezähmte Meer. Die Wellen waren unglaublich hoch und wir haben schnell in einen neuen Rhythmus gewechselt, den man nur als wettkampfähnlich bezeichnen kann- alles andere war nicht mehr möglich, weil die Strömung zu stark war. Wie es wohl ausgesehen haben muss, zwei Mädchen an einem vorbeiziehen zu sehen, die mit ihren Paddelschlägen lauthals „Eins, Zwei, Drei, Vier“ mitschreien um im Rhythmus zu bleiben? Ich wünschte ich hätte die verdatterten Gesichter des Pärchens gesehen, das wir überholt haben, aber wir waren einfach zu schnell dafür- Boom.

    Als wir dann nach 3 ½ Stunden endlich, vollkommen erschöpft und zitternd, an unserer Zielküste anlegten war unser Abenteuer aber noch nicht vorbei. Unser anfänglicher Siegestaumel und Adrenalinrausch verflog rasch, als uns klar wurde, dass wir, um zurück zu der Anfangsstation zu gelangen, noch einen vierstündigen Marsch vor uns haben. Irgendwie dachten wir nämlich beide, dass es ein kurzer Spaziergang zurück werden würde, als wir diese Tour ursprünglich gebucht haben- tja, Pech gehabt! Kennt ihr das, wenn man so erschöpft ist, dass man sich fühlt, als wäre man betrunken? Dieses merkwürdige, unwirkliche Gefühl, bei dem jeder Schritt wie in Trance passiert und man schon überhaupt nicht mehr mitbekommt, wie lang man diesen verdammten Berg schon hinaufgeht. Ihr wisst bestimmt, was ich meine. Wir haben uns mit nichtigen Gesprächen bei Laune gehalten und über Unsinn gelacht bis wir endlich, endlich, endlich abends den Kajaktourbasispunkt erreichten. Trotz der Anstrengungen war es dennoch ein unglaublich schöner Tag, die Felsformationen und Mini-Inseln mit den Vogelreservaten, Seelöwen und dem glasklaren Wasser haben ausgesehen wie computeranimiert und zumindest konnten wir uns nicht vorwerfen, die Natur dort nicht voll ausgenutzt zu haben!

    Am nächsten Tag teilten wir uns auf- Tini besuchte ein paar heiße Quellen, während ich in ein riesiges, natürlich entstandenes Steinlabyrinth ging. Ich weiß schon- ich fordere es manchmal heraus, mich zu verirren. Dennoch wurde schnell klar, dass es touristisch genug ist, um sich keinesfalls zu verlaufen und die Felsformationen waren einfach erstaunlich. Ich hätte Stunden damit verbringen können, einfach die massiven Wände zu bestaunen, die schmalen Wege entlangzugehen und mich- buchstäblich wie metaphorisch- in dem Irrgarten zu verlieren.

    Als wir uns beide endlich loslösen konnten, fuhren wir weiter gen Westen, blieben an der Stelle stehen, an der sie die Fass-Szene in „Hobbit“ gedreht haben (um ehrlich zu sein, es ist einfach nur ein Fluss), und hielten bei einer weiteren Seelöwenkolonie. Es gibt lächerlich viele Seelöwen in Neuseeland- man gewöhnt sich beinahe schon daran, ihnen an jeder Ecke zu begegnen- dennoch würde ich keine Gelegenheit auslassen, sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Das war übrigens auch der Zeitpunkt, an dem wir anfingen, akribisch nach Pinguinen Ausschau zu halten, da wir diese bis dahin noch nicht erspäht hatten und die neben den Seelöwen die meistgesehensten Tiere sind. Es fing als Spaß an, entwickelte sich jedoch schnell zu einer Art Besessenheit, durch die wir an jedem vermeintlichen Pinguin- Punkt stehenblieben und Stunden damit verbrachten, auf sie zu warten- allerdings stets ohne Erfolg. Mit diesem System wir also der Westküste. Für die, die es nicht wissen- der Westen Neuseelands war früher ein wahnsinnig beliebter Goldgräber Ort, weswegen das gesamte Gebiet aussieht wie die klischeehafteste Darstellung des wilden Westens, die ihr euch vorstellen könnt. Goldmine folgt Goldmine, es gibt Saloons, die Architektur ist natürlich dementsprechend klassisch und gelegentlich fegen Steppenläufer durch die verlassenen Straßen, während sich der Sheriff mit dem Anführer der Banditen duelliert. (Nicht wirklich, aber ihr versteht worauf ich hinaus will). Es ist, als würde man mitten durch die Vergangenheit fahren- man bekommt beinahe Lust, das Auto gegen eine Kutsche zu tauschen und mit Christoph Waltz Kopfgelder zu jagen. Wir besuchten eine der Goldminen, lernten alles über das Goldgräbertum, was es zu lernen gab (ihr dürft mich auch Goldexpertin Kathi nennen!) und machten halt an einem Ort direkt an der Küste, der sich als der schönste Ort herauskristallisierte, an dem ich je war.

    Direkt an den Pancake Rocks (was mein Interesse an denen wohl geweckt hat?), die so heißen, weil die Felsen aussehen, wie aufeinanderliegende Pancakes, in einem kleinen Küstenort namens Punakaiki war ich das erste Mal in meinem Leben von einem Anblick so fasziniert, dass ich tatsächlich Zeit und Raum vergaß. Die Great Coast Road im Westen Neuseelands führt entlang wunderschöner Klippen und Wälder und ich kann nicht annähernd in Worte fassen, wie eindrucksvoll es ist, das zu sehen. Hinter mir war nichts als Wasser, vor mir eine Landschaft die direkt aus Jurassic Park sein hätte können und inmitten all dem gab es nur mich. Mögen es Minuten, Stunden, Wochen gewesen sein, ich stand einfach nur da und war sprachlos. Wie klein und unbedeutend man sich erst fühlt, wenn man erkennt, dass man mit solchen Dingen koexistiert. In solchen Momenten wird mir auch klar, wie der ganze Glaube an Götter überhaupt entstehen konnte. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermutlich auch die Überzeugung teilen, dass so ein Ort nicht ohne fremdes Zutun entstanden sein konnte.

    Irgendwann konnte ich mich dann übrigens doch loslösen (vermutlich hätte ich sonst die restlichen 4 Wochen dort verbracht).


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