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    Of Mice and Me

    So viele Entscheidungen ich schon getroffen habe- es gibt nicht viele, für die ich mir im Nachhinein wirklich aktiv dankbar bin. Es gibt einige Dinge, über die ich im Nachhinein den Kopf schütteln kann, wie die vielen Briefe an mich selbst in meinen Matheheften „Liebe Zukunftskathi, tut mir leid, dass ich zu faul war, um mitzuschreiben, viel Spaß beim Nachlernen“ und Einiges, das sich zufällig besser ergeben hat, als ich dachte. Meistens bin ich zufrieden mit meinen Entscheidungen. Meistens bereue ich die Dinge, die ich nicht gemacht habe mehr, als die, die ich gemacht habe und die beschissen waren. Doch hier kommt die Geschichte, die sich vielleicht als eine der besten Entscheidungen entpuppte, die ich bis dato getroffen habe (abgesehen von der Reise an sich). Vor vielen, vielen Monaten hatte ich, in einem kurzen Anflug von Panik, das Gefühl, dass sechs Monate des pausenlosen Reisens, ohne zu arbeiten, zu lernen, etwas zu TUN problematisch für mich werden könnten. Ich kannte mich gut genug dafür. Ich bin niemand, der mit Unproduktivität lange klar kommt.

    Ich habe deshalb einige Stunden auf der Plattform „Workaway“ verbracht, die auf dem Prinzip basiert, für einige Stunden pro Tag bei privaten Personen zu arbeiten und dafür mit Loggia und Essen bezahlt zu werden. Ohne große Hoffnung schrieb ich also an ein Ehepaar in Sydney, die für die Renovierung ihres Hauses nach Leuten suchten.

    Sie nahmen mich an. Seit Anfang August stand ich also mit Melissa und Mark via Email in Kontakt. Wir planten meine Ankunft, meine Aufgaben. Als ich sie dann traf, stellte sich heraus, dass ich zwei bedeutende Fehler bei meiner Planung gemacht hatte. Der Erste war, dass ich aus irgendwelchen Gründen angenommen hatte, dass Melissa und Mark ein Paar in ihren Mit-Zwanzigern wäre, das sich jetzt in Sydney niederlässt, nachdem es jahrelang durch die Welt gereist ist. (So klang es in ihren Emails) Als Melissa dann aus dem Auto stieg, um mich abzuholen erkannte ich, dass sie über Sechzig sein musste- ich hatte das Bild von ihnen schon so fest in meinem Kopf, dass ich erst nicht glauben konnte. Mein zweiter Fehler war, dass ich in diesem Moment dachte, dass sich das als etwas Negatives herausstellen könnte. (Abgesehen von meinen beiden Großmüttern kenne ich niemanden in dieser Altersklasse, der ein aktives Abenteuerleben führt).

    Mir wurde schnell klar, dass ich mich von meinen Vorurteilen täuschen lassen habe. Mir wurde auch schnell klar, warum ich mich überhaupt erst so geirrt hatte- die beiden waren nicht das, was man normalerweise von Personen dieses Alters erwarten würde. Ein paar Hintergrundfakten: Mark ist begeisterter Taucher, der mir nicht nur eine Liste der besten Tauchspots mitgab, sondern mir außerdem die eindrucksvollsten Videos von den eindrucksvollsten Plätzen zeigte. Melissa ist Reisejournalistin und reist daher ständig für ihren Job um die Welt, an die abgelegensten Orte, wohnt in unterschiedlichsten Unterkünften und sieht Dinge, die man sich nicht einmal vorstellen kann. Im Prinzip lebt sie also meinen Traum. Die beiden haben mehr von der Welt gesehen, als man verinnerlichen kann, sind mit dem Fahrrad durch Russland gereist, waren in Papua Neuguinea mit den Ureinwohnern im Dschungel spazieren, waren in Kanada, den Staaten, Asien, Afrika und zu jedem einzelnen Ort haben sie mehr Geschichten zu erzählen, als zum vorherigen. Meine Bucket List hat sich schlagartig um ein Vielfaches verlängert. So viel dazu. Sie sagten mir, dass sie noch eine Farm weiter im Norden hätten, auf die Melissa mit ihren beiden Hunden fahren würde und bei der sie mich auch brauchen könnte, wenn ich Interesse daran hätte, Australien von seiner „echten“ Seite zu sehen. Ratet mal.

    Ihre Farm befindet sich in der Nähe von Buladehlah- sie besitzen dort ein riesiges Grundstück, mitten im Regenwald. Sie ist in jede Richtung mindestens 2km von jedem anderen Gebäude entfernt und ist wie folgt aufgeteilt: Eines der Zimmer, die Safari Lodge, hat anstelle von Wänden nur Fliegengitter. Es gibt noch ein zweites Schlafzimmer, ein kleines Wohnzimmer und eine Küche. Die Toilette ist ein Bereich im Wald, der mit einer Schaufel ausgestattet ist, die Dusche draußen. Es gibt Strom, aber wenig bis keinen Empfang. Uhren gibt es im ganzen Haus keine. Als wir ankamen, sahen wir gerade noch ein paar Kängurus weghüpfen, die anscheinend in ihrer Abwesenheit ihren Garten besiedelt hatten. Sie entschuldigte sich für die rustikalen Zustände, aber ich hörte sie schon garnicht mehr. Ich war unwiderruflich und bedingungslos verliebt.

    Die nächste Woche verging wie in einer Art Traum-Zustand. Ich schlief in dem Safari Zimmer ein, begleitet von den unglaublich lauten Geräuschen des Regenwaldes. Man hörte Affen, Katzen, schreiende Frauen und Peitschenhiebe, lachende Hyänen, Klopfen, Schnalzen und Pfiffe. Achtung, Plottwist- alle die hier aufgelisteten Geräusche wurden ausschließlich von Vögeln verursacht. Ich weiß, enttäuschend, aber es werden nicht tatsächlich Leute im Regenwald ausgepeitscht (zumindest nicht in dieser Gegend). Wie auch immer, ich wachte auf und blickte auf der einen Seite in den Wald, auf der anderen auf die weitläufige Wiese, die sich dort erstreckte. Jeden Morgen kontrollierten wir unsere Schuhe auf Skorpione und/oder Schlangen- kein Scherz. Trotz allem waren wir in Australien und jahrelanges Toy Story schauen hat mich auf diesen Moment vorbereitet. Jeden Tag murmelte ich leise „There’s a snake in my boot!“.

    Sie wollte die Außenfassade des Hauses reinigen und ihr einen neuen Anstrich verpassen. Das war meine Aufgabe. Ihre genauen Worte waren: „relax and do as much as you want to“.

    Und das tat ich. Ich arbeitete mir die Finger wund. Ich schrubbte Stunde um Stunde, schrubbte mit so viel Kraft, dass ich mit Muskelkater aufwachte, schrubbte, bis die Wände strahlten und mir der Schweiß in der Mittagssonne in Strömen von der Stirn lief. Nachdem ich so lange nur gereist war, hatte es beinahe etwas meditatives, etwas erdendes, einfacher, körperlicher Arbeit nachzugehen. Ich fühlte mich beinahe, als würde ich mich selbst mit jedem neuen Kübel heißem Wasser auch durchspülen. Nach ein paar Stunden unterbrach sie mich dann und wir gingen zu ihrem Fluss, den wir mit ihren Kajaks (Jop) entlangpaddelten. Der Fluss war links und rechts von Regenwald eingezäunt, weswegen mich das Gefühl überkam mitten im Amazonas zu sein. Auch Krokodile hätten mich nicht überrascht, obwohl sie es in dieser Gegend nicht gibt. Danach fuhren wir an verschiedenste Strände, sie zeigte mir wunderschöne Plätze für Sonnenuntergänge, Leuchttürme, verlassene Orte. Wir kehrten zurück und blickten stundenlang zu den Sternen auf, die sogar die Neuseelands noch übertrafen, weil wir so weit weg von jeglichen Lichtquellen waren, während wir Abenteuergeschichten austauschten. (Meine konnten nicht ganz mit ihren mithalten).

    Nach dem zweiten Tag wurde mir bewusst, dass ich keine Ahnung mehr hatte, wie spät es war und dass es mich auch nicht interessierte. Ich ließ mein Handy ausgeschalten (etwas das ich seit vielleicht Jahren nicht mehr getan hatte) und schlief wie ein Stein. Ich schrubbte und strich, kontrollierte die Schuhe, paddelte, schaute die Sterne an. Weihnachten zog vorbei, ohne dass ich es wirklich mitbekam. Ich strich mir die Insekten, die von den Wänden auf mich runterfielen von den Schultern wie nichts und mich überraschte die riesige Python die neben dem Toilettenbereich lag nicht mehr. Es war wie eine Art Therapie, eine Art zurück zu den Wurzeln, eine Art Meditationszeit, in der ich tatsächlich den Rest der Welt vergaß und das für das erste Mal seit, nun, seit überhaupt.

    Wie schon gesagt, es gibt nicht viele Dinge, für die ich mir im Nachhinein aktiv dankbar bin.

    Wenn ich jetzt daran zurückdenke, dass ich damals eher aus Spontanität die Anfrage für die Farm geschickt hatte, könnte ich mich dafür umarmen. Ich war beinahe froh, dass ich wieder zurück nach Sydney musste- aus Angst, dass ich, hätte sie mir angeboten zu bleiben, zugesagt hätte. Aber Silvester und Natalie, mit der ich bald die Ostküste bereisen würde, warteten auf mich. Und so schüttelte ich diesen Traum ab und setzte mich in den Bus zurück nach Sydney.


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