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Surfers Paradise
Es war hart, Byron Bay zu verlassen. Nach einiger Zeit ist man ziemlich in dem Flair gefangen und als der letzte Tag kam, wollten wir beide nicht wirklich gehen. Ich schätze, das ist die Gefahr mit Byron. Es ist zu schön. Dennoch gibt es zu viele Orte zu sehen, um der Versuchung nachzugeben und einfach zu bleiben. Am Abend des dritten Tages stiegen wir also in unseren Bus nach Surfers Paradise. Tatsächlich ist das kein Gebiet, Spitzname, etc. sondern der Name einer Stadt an der Gold Coast. Nehmt das typische Bild, was ihr von Miami habt. Genauso sieht es in Surfers Paradise auch aus. Kein Witz. Wenn man gerade von Byron Bay kommt, ist der Kontrast umso stärker- man biegt um eine Ecke und auf einmal erstrecken sich die Wolkenkratzer über den Horizont, der weiße Sandstrand zur rechten, riesige Gebäude und die gesamte Innenstadt zur Linken. Es ist eindrucksvoll. Kulturell gibt die Stadt nicht besonders viel her (um ehrlich zu sein, gilt das fast für die gesamte Ostküste).

Tagsüber verbrachten wir unsere Zeit am Strand, im Pool mit Wasserball und mit den anderen Leuten aus unserem Hostel. Gegen Abend (wie sollte es anders sein) fingen wieder die Parties an. Wir wohnten im „Backpackers In Paradise“, das für jeden Abend ein anderes Programm hatte. Am zweiten Abend schlossen wir uns also dem Pub Crawl an, der uns vier Clubs versprach, gemeinsam mit zwei anderen Hostels, die daran auch teilnehmen würden. Es funktionierte wie folgt: Wir blieben pro Club je eine Stunde während die Clubs immer extremer wurde. Der erste Club war eher eine Bar, zum Kennenlernen anderer Leute und entspanntem Reden. Im zweiten Club ging es schon etwas wilder zu, sogar ein Dance- Battle fand plötzlich statt (irgendwie passiert so etwas immer ohne Vorwarnung) und die Leute fingen an sich vorsichtig auf die Tanzfläche zu bewegen. Danach ging es weiter in einen Underground Club, in dem alle komplett ausrasteten. Der Bass ließ die Erde erbeben, in der Mitte der Tanzfläche stand ein Bett (?) und es passten kaum alle von uns hinein. Trotzdem ist das noch kein Vergleich zu dem letzten Club- dem großen Finale. Er hieß Sin City. Und er war gefüllt bis zum Anschlag. Ihr kennt das bestimmt. Manchmal macht das Spaß. Manchmal ist es lustig, sich durch Menschenmassen zu zwängen, während man zu schlecht gemixter House Musik tanzt. Manchmal ist es sogar ganz witzig, wenn sie ihrem Namen treu bleiben. Dieser war keine dieser Abende. Es war einer dieser Abende, wo einen alles anwidert. Mich ekelten die Massen an, mich ekelten die Typen an, die mich an sich zogen als wäre ich eine Puppe oder ein Jojo, mich ekelten die Barfrauen an, die- getreu dem Namen- in Unterwäsche servierten. Ich fragte eine von ihnen, ob das nicht unangenehm wäre, in Strapse und Push-Up hinter der Bar zu stehen. „At the beginning, it was- it isn’t anymore“ war ihre Antwort. Das ekelte mich noch mehr an. Mich überkam immer mehr ein Gefühl der Platzangst, meine Begleitungen waren irgendwo im Club verteilt und ich konnte mich nicht einmal vom Fleck bewegen um sie zu suchen. Die Musik fand ich plötzlich nur noch nervtötend und den ganzen Club beschissen. Ich kann euch nicht einmal sagen, wieso genau. Manchmal ist das wohl einfach so.
Ich entschloss mich dazu, früher ins Hostel zurückzukehren und meinen Abend am Pool ausklingen zu lassen. Ich spazierte durch das nächtliche Surfers Paradise, das, wie bei den meisten Städten, noch einmal viel schöner war als tagsüber und genoss die Nachtstimmung. Ich ging, bis ich das ekelhafte Gefühl abgeschüttelt hatte und kam zurück ins Hostel, wo der Pool gerade abgeschlossen wurde. Seufzend schleppte ich mich in das 469 Grad heiße Zimmer, lehnte das Angebot der noch wachen Leute ab, mit ihnen zu trinken, legte mich ins Bett und entfloh der Nacht dieses eine Mal.
Den nächsten Tag verbrachten wir mit Wasserball im Pool, Stadtspaziergängen und als Abschluss am Strand, wo wir den Mondaufgang (kein Scherz) ansahen. Die Farben waren so unglaublich schön, dass man beinahe glauben könnte, jemand hätte einen Kübel Pastellfarbe über einer Leinwand ausgeleert. Als es anfing dunkel zu werden, kehrten wir ins Hostel zurück, lernten einen Neuseeländer kennen und verbrachten den Abend mit ihm. Wie sehr ich sie vermisst hatte! Mir war gar nicht bewusst, wie lang ich schon niemanden mehr begegnet war, der ein „E“ wie ein „I“ ausspricht und so über die Maße freundlich ist, dass man glauben könnte, er versucht für irgendetwas Wiedergutmachung zu leisten. Ich hatte sie vermisst, die Kiwis. Da es nicht besonders viel zu tun gab vertrieben wir uns die Zeit damit, ihm dabei zuzusehen vom Balkon in den Pool zu springen und zur Abwechslung nicht auszugehen. Es war ein guter letzter Abend.







