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Gagaju Bush Camp

Man kann nicht behaupten, in Australien gewesen zu sein, ohne einige Tage im Bush verbracht zu haben. Zugegeben, bei meiner Zeit mit Melissa und Mark hatte ich das zwar schon irgendwie abgehakt, allerdings ist es noch einmal was anderes, zu Campen und die volle Bush- Erfahrung zu bekommen. Diesem Gedanken folgend, hatten Natalie und ich uns für eine Kanu- Tour in Noosa angemeldet. Das Camp liegt ca. 20 Minuten von der restlichen Zivilisation entfernt, geschlafen wird in der ersten Nacht in Hängematten, in der zweiten und dritten in Zelten. Nichtsdestoweniger, es gab eine mehr oder weniger gut ausgestattete Küche, eine Tv- Lounge und Duschen. Ob man das noch so als Camping bezeichnen kann, bleibt offen. Im Nachhinein kann ich getrost behaupten, dass der Kanu- Teil des Camps eher ein Vorwand ist, als der tatsächliche Sinn dessen. Diese Vermutung beruht darauf, dass die Tage wie folgt abliefen:
Tag 1/ Ankunft:
Wir kamen spät an, bekamen unsere Einführung in den Umgang mit dem Camp, lernten über die Gefahren von Schlangen und Spinnen und setzten uns zu den anderen in den Spieleraum. Wir machten einen Bogen um die riesige deutsche Gruppe, die Beer Pong spielte und gesellten uns zu einer Australierin/Malaysierin, die mit einer Gruppe Italienern reiste, gingen Nachtschwimmen im Fluss, saßen bis 02:00 Uhr morgens im Camp und feierten bis wir schließlich in unsere Hängematten fielen.
Tag 2/ Kanufahren:
07:30 Uhr wurde zur Abfahrt gepfiffen. 21 Leute in sieben Booten wurden in die bevorstehende 14km Tour eingewiesen. Selbstgeführt, natürlich. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit, 14km zu paddeln, wenn ich dafür etwas zu sehen bekomme. Dem war allerdings nicht so. Wir fuhren 7km gegen den Strom in die eine Richtung, machten Lunch bei einem kleinen Campingplatz und fuhren 7km gegen eine noch stärkere Strömung wieder zurück. Es gab keine schöne Aussicht, keine tollen Erlebnisse, nur Anstrengung. Wir hielten uns bei Laune, indem wir Lieder sangen, von denen wir alle den Text kannten- was sich im Grunde auf Teenage Dirtbag beschränkte- und kämpften unseren Weg zurück. Den Nachmittag verbrachten wir im TV-Raum, schliefen, gammelten, machten nichts, bis es Abendessen gab. Danach wurde das Lagerfeuer angezündet, der Goon ausgepackt (das ist der Billig-Wein, den es hier gibt und dessen Name jeder, der ihn schon einmal getrunken hat, nur mit einem unheilvollen Unterton aussprechen kann, weil er für sehr, sehr viele Geschichten sorgt) und die Becher bereitgestellt. Der Abend erreichte seinen Höhepunkt, als ein Mädchen so betrunken war, dass sie einen Typen beleidigte, der sie daraufhin ohrfeigte und damit drohte eine Tasse nach ihr zu werfen, was er vermutlich auch getan hätte, wenn nicht einige Leute eingegriffen hätten. Wir verzogen uns nach diesem Vorfall zum Fluss, um der wütenden Campführung zu entgehen, die davor schon drei Mal aufgetaucht war, um die anderen zur Sau zu machen und mit Rausschmiss zu drohen (wir saßen am Nebentisch). Fragt mich nicht wie, aber plötzlich war es 04:00 Uhr früh als ich ins Zelt kroch und mit Schrecken die Meldung las, die immer aufleuchtet, wenn man sich den Wecker stellt. Drei Stunden.
Tag 3/Kanufahren:
Der zweite Kanutag war etwas entspannter. Wir hatten erst um 08:30 Abfahrt, die Strecke war nur insgesamt 4km lang. Von den 21 Leuten waren 12 übrig geblieben, die sich irgendwie aufraffen konnten, noch einmal in diese Boote zu steigen. Wir fuhren in die andere Richtung den Fluss entlang, erreichten den See, beschlossen einstimmig, nicht wie geplant an Land zu gehen, sondern einfach in den Booten zu bleiben und kehrten nach zehn Minuten wieder um. Die Motivation hielt sich in Grenzen, wir paddelten eher mit der Energie eines Katers, der träge nach einer Fliege schlägt, als mit Elan wie noch am Tag davor. Als wir das Camp erreichten, wurde der Tv- Raum wieder eingenommen, wir arbeiteten uns durch diverse Filme und rafften uns gerade noch irgendwie zum Abendessen auf. Da das unser letzter Abend war, war keiner mehr besonders in Feierlaune, weswegen es sich auf ein gemütliches Zusammensitzen und schlafen um 11:00 Uhr begrenzte.
Tag 4/ Abfahrt:
Als ich am Vorabend ins Bett ging, fühlte ich mich müder, als je zuvor im Leben. Ich hatte gute 2 Wochen des Non-Stop Feierns hinter mir, ich hatte stundenlange körperliche Betätigung ausgeübt und kaum geschlafen. Dennoch verbrachte ich die letzte Nacht damit, mich verzweifelt von einer Seite auf die andere zu wälzen, auf der Suche nach einer Stelle in dem Zelt, die sich nicht anfühlte, als würde ich auf einem Nagelbett liegen. Hinzu kam, dass ich mich trotz täglicher Dusche nie verdreckter gefühlt hatte, die Insekten sich durch das Fliegengitter zwängten, als wäre es nicht existent und man mit 40 Grad schlafen ging und es plötzlich auf 10 abkühlte. Es war eine harte Nacht und wir waren beide froh, in den Shuttlebus einzusteigen, der uns zurück in die Zivilisation brachte.
Ihr versteht vielleicht, warum ich meinte, dass das Kanufahren ein Vorwand ist. Sie könnten das Camp wohl kaum als Sauf- get together verkaufen. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es trotzdem genug Leute machen würden. Also, bitte glaubt nicht, dass ich keinen Spaß gehabt hätte! Es war unglaublich lustig, die Leute toll, die Stimmung der Wahnsinn und die Erlebnisse unvergesslich. Trotzdem waren wir uns beide einig, dass vier Tage absolut ausreichend für diese Erfahrung sind.







