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Townsville / Magnetic Island
Ich überspringe bewusst die zwei Tage, die unserer Rückkehr aus den Whitsundays folgten. Hauptsächlich liegt das daran, dass sie ziemlich ereignislos waren, mit Ausnahme der Abschiedsparty, an der alle Segelbootgruppen gemeinsam teilnahmen und bei der ein Typ bewusstlos geschlagen wurde (aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag). Abgesehen davon verbrachten wir die Tage damit, nach den vielen Touren zu entspannen und alles Organisatorische zu klären, was sich angestaut hatte. Zusätzlich dazu gingen wir zur im Ort künstlich angelegten Lagune, trafen Freunde und schliefen viel. Keine besonderen Abenteuergeschichten also. Wir fuhren die fünf Stunden nach Townsville, wo nicht nur der Temperatur- sondern auch der Luftfeuchtigkeitsunterschied schon deutlich zu spüren war. Das hier waren eindeutig die Tropen. Hitze ist eine Sache- schwüle Hitze allerdings noch einmal ein ganz anderes Kaliber und die halbe Stunde Marsch mit unserem gesamten Gepäck verging wie in einem Fiebertraum.

Nichtsdestoweniger- es war das erste Mal seit Langem, dass wir uns an einem Ort befanden, bei dem es tatsächlich Dinge zu unternehmen gab. Obwohl der Ort sehr klein und sehr leer war, war er nicht zu unterschätzen. Es gab Museen, Ausstellungen, Kultur, Aborigines, Magnetic Island und noch einiges mehr. Allein das versetzte mich schon in Hochstimmung. Zusätzlich dazu, war unser Ankunftstag in Townsville auch noch direkt am Australia- Day. Der Nationalfeiertag, an dem die Ankunft der ersten Flotte der Briten in Australien im Jahre 1788 gefeiert wird. Oder anders ausgedrückt- der Beginn der Abschlachtung und Unterdrückung der eigentlich schon vorhanden Bewohner- lasst uns anlässlich dessen also alle ein BBQ veranstalten und uns betrinken- yay! Aber gut, Sarkasmus und Zynismus mal beiseite, es ist trotz allem ein Feiertag und was tut man an solchem? Feiern. Wir waren zwar absolut nicht in der Laune dazu, aber hey wie oft ist man schon am Australia Day in Australien? Wir hievten uns also total fertig aus unseren Betten, tauschten Pyjamas gegen Kleider und spazierten ins Innere der „Stadt“.
Bitte seid jetzt nicht zu überrascht aber: Die Straßen waren menschenleer. Wir waren es- seit Wochen hörten wir nichts anderes als dass die Australier jedes Jahr an diesem Feiertag durchdrehen. Und hier waren wir, einsam inmitten einer Stadt, die eher an eine Folge aus Walking Dead erinnerte. Wir waren so schon nicht besonders motiviert und die Tatsache, dass wir uns in einer Zombiestadt befanden, half nicht unbedingt. Als wir also nach einiger Zeit den einzigen Club fanden in dem sich Menschen befanden, blieben wir kurz vor der Tür stehen, hörten die furchtbare Musik die uns entgegenkam, wechselten einen Blick und drehten wieder um. Was soll ich sagen? So wichtig war uns dieser Feiertag dann doch nicht. Außerdem warteten unsere Pyjamas auf uns!
Der nächste Tag sollte produktiver werden. (Wir hatten in den Tagen davor eindeutig zu viel Zeit nur in Bussen verbracht). Wir buchten uns ein Tages-Wildlife- Ticket für Magnetic Island und los ging es.
So nebenbei, Magnetic Island ist die kleine Insel die eine 20-minütige Fährenfahrt von Townsville entfernt ist und die viele Leute mit den Whitsundays vergleichen. So viel dazu. Wir schwangen uns also aufs Boot, düsten zur anderen Seite hinüber und besuchten den Wildlife Park. Die Führung bestand aus einer Abfolge exotischer Tiere, die man halten durfte, bzw. die er einem auf den Kopf setzte. Den Gesichtsausdruck des Mädchens, dem von einer Bartagame auf den Kopf gepinkelt wurde, werde ich wohl nie vergessen. Abgesehn von kleineren Echsen bestand die Tour aus folgenden Tieren: Einem Krokodil (hey, wir sind in Australien!), einer Python, einem Kakadu und als großes Finale- einem Koala. Ihr könnt euch vorstellen, dass alle ziemlich aus dem Häuschen waren deshalb. Ich bin natürlich total cool geblieben. Meine Hände zitterten kaum, als ich mich dem Ranger vorsichtig näherte, mich von ihm wie eine Puppe in die richtige Stellung manövrieren ließ und er mir sagte, dass ich mich nicht mehr bewegen dürfe. Der Koala sollte immerhin glauben, dass er an einem Baum hängt. „Sei der Baum“ sagte ich mir also im Geiste, während er den kleinen Kuschelbären (der überraschend borstig war) in meine Hände übergab. „Widerstehe dem Drang, ihn an dich zu reißen, über den Zaun zu springen und ihn so schnell wie möglich nach Hause zu schmuggeln.“ All sowas eben. Das Übliche. Ein paar Fotos später war unsere gemeinsame Zeit leider schon vorbei und ehe ich mich versah, wurde er schon der nächsten Person übergeben. Aber ich weiß im Herzen, dass er lieber bei mir geblieben wäre!

Ehem. Wie dem auch sei- wir verbrachten den restlichen Tag damit, eine nicht wirklich der Hitze entsprechenden Wanderung zu machen, am Strand zu liegen (den wir dank der Wanderung für uns hatten!) und für den Sonnenuntergang an den Picnic Point zu fahren. Es war bezaubernd. Die Insel umgibt eine Abgeschiedenheit die man von Fraser Island kannte, vermischt mit einem Dschungel- Spa- Gefühl. Wir saßen noch eine Weile an einem Steg, den sich nur ein paar einsame Fischer mit uns teilten, die in der Abendsonne noch ihr Glück versuchten. Der Dock und das Meer strahlten in pastellfarbenen Rot+ & Violett-Tönen und hie und da hörte man eine Möwe kreischen. Wir trennten uns von diesem friedlichen Anblick, schliefen noch ein letztes Mal in Townsville und verbrachten unseren letzten Tag damit, nicht zu schmelzen. Wir spielten Billiard, spazierten zu dem nächsten Schattenplatz und wieder zurück, schauten Filme und schlugen Zeit tot, bis wir uns um Mitternacht endlich zurück zur Busstation schleppen konnten.
Von der Anfänglichen Euphorie bezüglich der vielen Möglichkeiten ist dann schlussendlich nicht mehr viel übrig geblieben, weswegen wir in keinem der Museen waren- es war einfach zu heiß und wir zu erschöpft. Dafür durften wir einen Koala halten und wer kann das schon überbieten?







