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    Melbourne

    Laut Statistik gibt es nur eine Stadt, die seit einigen Jahren zwischen Wien und dem Titel des Ortes mit der höchsten Lebensqualität der Welt steht. Melbourne. Umso höher war meine Erwartungshaltung also, als ich, als Wien liebende Person, schlussendlich in Melbourne landete. Schon als ich aus dem Flugzeug trat, wusste ich, dass ich es hier mögen würde- die Luft war endlich wieder trocken und man konnte wieder atmen ohne das Gefühl zu haben, zu ertrinken. Trotzdem konnte ich mir kaum vorstellen, wie eine Stadt mein Zuhause überbieten können sollte. Ich hatte einfach überhaupt keine Ahnung von Melbourne und ich war bestrebt, mir mein eigenes Bild zu machen.

    Ich hatte das Glück, bei Anja, einer ehemaligen Arbeitskollegin, in meiner letzten Woche in Australien unterzukommen. Anjas Mann, Nick, holte mich vom Flughafen ab, zeigte mir ihr Haus in dem wunderbaren kleinen Vorort Camberwell und erklärte mir den Plan für diesen Abend- zufällig fand nämlich genau an jenem Freitagabend in Melbourne das erste Liga Spiel in der Geschichte des Frauenfußballs statt- ich durfte also zusehen, wie Geschichte geschrieben wurde. Das allein wäre schon ziemlich cool gewesen, aber die Tatsache, dass das Stadion wirklich so voll war, dass sie die Eingänge irgendwann schließen mussten, hob das Ganze nochmal auf ein anderes Level der Coolness. Die Leute feuerten die Mannschaften mit voller Ernsthaftigkeit an und die Stimmung war einfach unglaublich.

    Ich kann ehrlich behaupten, nur mit diesem Abend wäre ich schon glücklich gewesen- aber es kam noch mehr- wir gingen im Anschluss mit ihren Freunden noch in eine Bar und als krönenden Abschluss fuhren wir durch die nächtlichen Straßen Melbournes, spazierten den Yarra River entlang, blieben bei den besten Aussichtspunkten stehen und winkten meinem Herzen hinterher, dass mir von der Schönheit der Stadt schneller gestohlen wurde, als ich „Fedsquare“ sagten konnte. Metaphorisch gesprochen natürlich. Ich fiel glücklich und erschöpft ins Bett (ich hatte ein Zimmer für mich!) und schlief das erste Mal seit Wochen, ohne von anderer Leute Schlafgeräusche, einer zu starken Klimaanlage oder sonstigen Unterbrechungen aufgeweckt zu werden.

    Die nächsten Tage vergingen wie im Flug- Samstag gingen wir in den Zoo, der, ohne Zweifel, der beeindruckendste war, den ich bisher gesehen habe. Die Tiere hatten keine Gehege sondern richtige Areale, sie wurden artgerecht gehalten, der Zoo tat alles um die Leute auf Projekte und Organisationen zur Erhaltung der Wälder und Tiere und/oder tierschädliche Produkte aufmerksam zu machen. Ich hatte kein einziges Mal das Gefühl, dass die Tiere unter den Menschenmassen leiden- und das heißt für meine Verhältnisse wirklich etwas. Sonntag standen die Innenstadt und das Immigrationsmuseum am Programm. Wie bereits erwähnt war ich bereits verliebt in die Stadt, doch sie bei Tageslicht zu sehen, war noch einmal ein verstärkender Faktor. Alles- wirklich alles- an dieser Stadt geht über vor Leben, Schöheit, Essen, Kaffee und Individualität. Wir gingen die berühmte Hoiser Lane entlang, spazierten durch Chinatown, schlängelten uns durch die Degraves Lane, eine kleine Gasse, die beidseitig nur aus kleinen Cafes und Restaurants besteht und beendeten die Tour schließlich im Museum. Das Museum war übersichtlich und gut aufgearbeitet und legte mir noch einmal nahe, wie unglaublich faszinierend und mit wie viel Abenteuergeist die Australische Geschichte verbunden ist.

    Da Anja arbeiten musste, ging ich Montag allein ins Filmmuseum. Im Nachhinein betrachtet, wäre das vermutlich besser mit Gesellschaft gewesen, weil es einige interaktive Stationen gab. Es war trotzdem ziemlich spaßig, besonders der siebenminütige Kunstfilm, der nichts anderes zeigte als einen Zug, der Schienen entlang fährt, während ernste Menschen ihm nachschauen. Der Inhalt war allerdings nicht das Spaßige daran (es war eher ein bisschen befremdend), sondern die Kunststudenten, die sich danach darüber unterhalten haben wie erfrischend unkonventionell der Film war und ihn deshalb heiß liebten. Ich glaube, das ist eines dieser Dinge, die einfach überall auf der Welt gleich sind- Kunststudenten. Immer noch in mich hinein kichernd kaufte ich mir wenig später einen Doughnut und einen Kaffee, setzte mich an den Fluss, beobachtete die vorbeiziehenden Menschen und fragte mich, was diese Stadt schöner machte als Wien. Schlussendlich kam ich zu dem Schluss, dass es eine Frage des Alters ist (nicht das der Leute, sondern das der Stadt!).

    Wien ist alt und in seiner Schönheit zwar mehr oder weniger makellos, aber festgefahren. Melbourne ist jung und flexibel- es gibt Nachtmärkte, Kunst und Musikfestivals, immer mehr fantastische Restaurants, Bars, Clubs und Cafes. Überall gibt es Parks und riesige Areale, in denen jeder seinem Leben nachgehen kann, in denen sich jeder selbst verwirklichen kann und in denen der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Neue Trends brechen über die Stadt hinein, werden mitgemacht bis es neue gibt und wieder vergessen- und das spürt man hier überall. Die Menschen hier sind glücklich. (Vielleicht ist das auch der eigentliche Unterschied!)

    Die Frage, ob die glücklichen, offenen und unkomplizierten Menschen die Stadt so beeinflussen, oder die Stadt die Menschen so glücklich macht, konnte ich allerdings nicht zufriedenstellend beantworten. Vermutlich beides.

    Am nächsten Abend holte mich Anja ab und wir gingen ins Lentil As Anything- ein exotisches Restaurant in dem man genau das bezahlt, was man bezahlen möchte. Das Wiener Äquivalent dazu heißt übrigens Deewan, für die, die es nicht kennen! Nach dem köstlichen Essen zeigte sie mir noch eine Rooftop Bar namens „Naked for Satan“, in der wir einen Cocktail tranken und ich eine geraume Zeit damit verbrachte, zu versuchen den Anblick der Skyline in meine Netzhaut einzubrennen. Erfolglos. Es war unmöglich, diese Stadt nicht zu lieben. Das wurde mir in diesem Augenblick bewusst und bei dem Gedanken an den baldigen Abschied fühlte ich fast körperlichen Schmerz. Denn schon war der vorletzte Tag gekommen. Ich traf mich mit Johannes und Darleen, die nur wenige Tage nach mir aus Cairns nachkamen und wir verbrachten den Tag mit gutem Essen, spazieren durch die Innenstadt (ich konnte schon Touristenguide spielen) und entspannen im botanischen Garten. Gegen Abend traf ich mich wieder mit Anja und Nick, wir fuhren zu dem Sommer Nacht Markt, der zur einen Hälfte aus Kunst & Flohmarkt bestand und zur anderen aus noch mehr Essen und nahmen dann an einer Nachtführung durch das Gaol Gefängnis, in dem Ned Kelly gehängt wurde, teil. Ned Kelly war der berühmteste Verbrecher Australiens, der wegen seiner Rebellion gegen den Staat heute noch teilweise als Held gefeiert wird- und das obwohl er kaum etwas anderes gemacht hat als Leute umzubringen und Banken auszurauben. Australien.

    Wir kehrten zum Markt zurück, kauften uns wunderschöne, riesengroße Leinendrucke mit Fotos von Melbourne (fragt mich bitte nicht, wie ich vorhabe das zu transportieren!) und holten uns ein Eis von dem feinsten Eisladen der Stadt. Dort gibt es dann Eissorten die „gesalzenes Kokosnuss- Mango“ heißen. Gibt es etwas, das mehr „Hipster“ schreit? Ich denke nicht. Das Eis war trotzdem fantastisch und schmolz mir, genauso wie meine Zeit in Australien, unter der Hitze, die nie wirklich vergeht, davon.

    Meinen letzten Tag in Melbourne, der gleichzeitig auch mein letzter Tag in Australien sein sollte, verbrachte ich wieder mit Jo, Darleen und ihrem Holländischen Freund Joris. Es war ein ziemlich ereignisloser Tag, aber ich glaube genau das hat ihn so besonders gemacht. Wir gingen in eine Bar, die sie in einer kleinen Seitengasse fanden, aßen in Chinatown, spazierten in der Abendsonne den Yarra River entlang und besuchten als krönenden Abschluss einen der ältesten Pubs Australiens.

    Melbourne packte für den letzten Abend noch einmal alles an Schönheit aus, was es zu bieten hatte, was den Abschied von meinen Freunden nur umso schwerer machte. Ihnen auf Wiedersehen zu sagen, bedeutete gleichzeitig auch, Australien auf Wiedersehen zu sagen und mich überkam diese Erkenntnis mit einer brutalen Endgültigkeit. Meine Zeit in diesem wunderbaren Land, voller wunderbarer Menschen war vorüber.

    Ich kann immer noch nicht fassen, wie problemlos ich mich in Melbourne eingefügt hatte. Liegt es an den wunderbaren Menschen, die mir so viel Insider Einsicht gaben, an ihrer Gastfreundschaft oder einfach daran, dass ich mich hier so wohl fühlte- aber ich glaube ich kann meine Dankbarkeit nicht in Worte fassen, hier gewesen zu sein.


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