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    Bye bye, Australia

    Hattet ihr je einen Ort, von dem ihr wusstet, dass ihr euch dort zuhause fühlen würdet, ohne je dort gewesen zu sein? Ich rede von einem Ort, von dem ihr immer überzeugt wart, dass ihr dorthin gehört. Vielleicht wisst ihr ja wovon ich rede. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls war für mich dieser Ort immer Australien. Ich konnte nie beschreiben wieso, aber schon vor Jahren war ich mir dieser Tatsache bewusst- ich werde irgendwann in Australien leben, weil ich dort glücklich wäre. Vielleicht ist es einfach eine Ansammlung von Klischees und die Vorstellung, die man von einem Land hat und die sich gut mit dem eigenen Weltbild vereinbaren lassen. Wer weiß? Doch hier kommt das eigentlich Witzige an der Geschichte.

    Nachdem ich jahrelang dieses Wissen mit mir herumgetragen habe und dann anfing, diese Reise zu planen, vergaß ich es einfach. Ich war so mit der Organisation des Ganzen beschäftigt, dass ich nicht einmal einen Gedanken daran verschwendete, dass eines der Länder tatsächlich als alternativer Lebensort für mich in Frage käme.

    Ich wischte die Sorgen meiner Freunde und Familie, ich könnte mich verlieben und irgendwo bleiben anstatt zurückzukehren, beiseite, weil es für mich nicht im Bereich des Möglichen war. Ich genoss Indonesien sowie auch Neuseeland sehr, doch keiner der beiden Orte hatte etwas, das in mir das Bedürfnis weckte zu bleiben. Indonesien war mir zu voll und unorganisiert, Neuseeland zu leer und isoliert. Also, für mich um dort zu leben meine ich. (Auch wenn das nicht mein Plan war, aber vorgestellt habe ich es mir trotzdem hin und wieder).

    Und dann kam ich nach Australien. Und mit meiner Ankunft kam auch das Gefühl wieder, das ich so lange verdrängt hatte- irgendein Teil von mir gehört hierher. Die Menschenmenge und die Struktur, bzw. Produktivität die sie ausstrahlte beruhigten mich auf einer tiefliegenden Ebene, besonders im Kontrast zu den beiden vorigen Ländern. Alles, einfach alles an diesem Land faszinierte mich von Anfang an. Das extreme Klima, die Aufteilung der besiedelten Gegenden, die verrückte Geschichte (und dabei bin ich sonst wirklich eher semi- geschichtsfreudig, aber bei all dem verrückten Zeug, das hier abgeht- hui!), die Städte und natürlich hauptsächlich- die Menschen.

    Die Australier sind ein unglaublich interessantes Volk. Derb und abenteuerlustig, redefreudig und unfassbar gastfreundlich. Jeder hat mindestens eine gefährliche Nahtoderfahrung gemacht und lacht all den Gefahren dieses Landes einfach trotzdem mitten ins Gesicht. Sie können sich in einem Moment verprügeln und im nächsten plötzlich auf ein Bier einladen und in den Armen liegen. Sie sind klug und gebildet (meistens) ohne damit anzugeben und gehen das Leben sehr viel entspannter an, als wir es in Europa je könnten. Niemand hier ist jemals gestresst- ein Umstand, an den ich mich erst gewöhnen musste. Jeder hier redet einfach mit jedem- in der Ubahn, auf dem Zebrastreifen, im Pub, an der Bar, wo auch immer du bist- Leute haben ein ehrliches Interesse daran, sich miteinander zu unterhalten. Menschen werden dich spontan bis nach Nim Bin fahren, weil sie dich nett finden und gerade nichts Besseres zu tun haben, werden dich zu sich an den Tisch einladen, bei sich schlafen lassen, wenn du keinen Schlafplatz hast und das alles, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Auch wenn man sie kaum versteht, weil sie die eine Hälfte der Worte verschlucken, und die andere abkürzen, sind sie trotzdem durch und durch liebenswert. „G’day Mate!“ würden sie sagen- “Like some Breakki?“

    Vielleicht liegt es daran, dass alles hier im Grunde darauf aus ist, dich zu töten (oder zumindest zu verletzten), was die Australier so unbeschwert und glücklich macht. Ich meine- wenn man jeden Tag beim morgentlichen Surfen von einem Hai gefressen werden könnte, auf dem Weg zur Arbeit von einer Spinne gebissen oder bei einem Wanderausflug in der Hitze einfach aufgrund von Wassermangel umkommen könnte- wer wäre da nicht jeden Abend aufs Neue dankbar, dass dieser Tag nicht der letzte war? Aber genau das ist es irgendwie. Die Australier sind ein verrücktes, lebensmüdes und unglaublich freundliches Völkchen. Ein Beispiel:- ein Mann namens Harold Holt, damaliger Prime Minister, geht an einem stürmischen Nachmittag im Jahre 1967 am Strand spazieren, geht (so vermutet man) ins Wasser und verschwindet. Bis heute wird darüber gerätselt, was genau damals passiert ist, denn seine Leiche wurde nie gefunden (Die Polizei geht davon aus, dass er recht schnell einem Hai zum Opfer fiel). Australien ist vermutlich das einzige Land, das einfach einen Prime Minister verlieren kann. Es ist vermutlich auch das einzige Land, das ihm zu Ehren als Denkmal ein öffentliches Schwimmbad errichtet. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

    Hier weiß man einfach nie, auf was für verrückte Geschichten man stoßen wird, denn das Land ist voll davon. Von Entdeckern, Wissenschaftlern, Tieren und vielen mysteriösen Begebenheiten bis hin zum Uluru, der in seiner Einzigartigkeit das Land ziert- es bis zum Rand füllt mit Überraschungen, Gefahren und Wundern- viele davon immer noch unentdeckt in der ewig weiten Wüste, die den Großteil des Landes ausmacht. Wie ihr seht könnte ich meiner Faszination noch um einiges länger freien Lauf lassen, doch damit will ich euch nicht langweilen.

    Jedenfalls dauerte es nicht lange, bis sich kleine Dinge an meinem Verhalten änderten. Ich fand mich mit Fremden auf der Straße plaudernd wieder, ich half Touristen mit Auskünften über bestimmte Orte, ich beendete Sätze mit „hey“ und installierte eine australische News-App auf meinem Handy. Ich schmiss mit Infos über das Land um mich, weil ich nicht aufhören konnte mehr darüber zu recherchieren und diskutierte mit Leuten hier über die derzeitige politische Lage. Worauf ich hinauswill: Ich habe die Sorgen meiner Freunde, ich könnte mich hier in jemanden verlieben abgewinkt und hatte recht damit. Doch jetzt sehe ich mich plötzlich folgender Frage gegenüber stehen: Was, wenn man sich nicht in eine Person verliebt, sondern gleich in ein ganzes Land? Es ist verzwickt.

    Schlussendlich hatte ich also immer Recht mit meinem Gefühl- Australien hat mir nicht nur jede Menge Abenteuer, Hintergrundwissen, Geschichten und Freunde beschert, sondern auch ein zweites Zuhause, zu dem ich – und das kann ich mit Sicherheit sagen- bestimmt irgendwann zurückkehren werde.


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