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Singapur
In Singapur wartete mehr als nur ein Wochenende in einer außergewöhnlichen Stadt auf mich. Vor einer sehr, sehr langen Zeit, hatte ich mit einer meiner besten Freundinnen den Plan geschmiedet, dass wir ein paar Wochen gemeinsam reisen würden. Aus unrealistischen Fantasien wurde langsam aber sicher ein immer realistisch werdender Plan und irgendwann war es beschlossen. Die Semesterferien würden perfekt mit meinem letzten Reisemonat zusammenfallen- purer Zufall? Wohl kaum! Ehe wir uns versahen, hatten wir uns ein grobes Konzept zusammengelegt und Flüge gebucht. Viele, viele Male hatte ich mir das Wiedersehen schon vorgestellt- beim Besteigen des Vulkans, an einsamen Nächten in meinem Auto am Ende der Welt, während des atemberaubenden Feuerwerks an Silvester.
Es fühlte sich immer so weit weg an, doch plötzlich stieg ich in Singapur aus dem Flugzeug und war einfach da. Tief in Gedanken machte ich mich auf in das Hostel, in dem Constanze bereits auf mich wartete. Würde alles so werden wie immer? Würde es komisch sein? Ich hatte mich so verändert in den letzten Monaten. Was, wenn wir uns gar nicht mehr verstehen würden? Ich weiß, total unsinnig. Aber als ich so im Zug stand, wurde mir bewusst, dass ich seit fünf langen Monaten immer nur auf mich achten musste (und gegebenenfalls auf meine derzeitige Reisebegleitung). Aber es ist etwas anderes, nach so langer Zeit wieder in eine Beziehung zurück zu stolpern, in der man monatelang nur via Skype oder Whatsapp anwesend war. Jedenfalls dachte ich das. Vermutlich wurde mir einfach nur bewusst, dass der Endspurt, die letzten drei Wochen, begonnen hatten und ich wollte es nicht wahrhaben. Vielleicht lag es auch an dem sehr ermüdenden, achtstündigen Flug neben einem schreienden Kind, den ich hinter mir hatte.
Jedenfalls erwiesen sich all meine Sorgen sehr schnell als unbegründet. Ich betrat das Zimmer, lies meinen Rucksack fallen und wir fielen uns in die Arme. Wir machten einen kurzen Schritt auseinander weil wir es nicht glauben konnten und umarmten uns erneut. So einfach war das.
Um ehrlich zu sein, war es tatsächlich als wäre kein einziger Tag vergangen. Vielleicht hat mir der Abstand einfach zu viel Platz für unnötige Grübelei gegeben. Aber wir waren immer noch auf derselben Wellenlänge, hatten uns immer noch genug zu sagen und hatten immer noch den gleichen Humor. Kurz gesagt: wir waren immer noch beste Freundinnen. Glücklich spazierten wir also durch die Straßen Little Indias- in dem sich unser Hostel befand- gingen essen und verbrachten den Abend damit die oberste Schicht aller Geschichten, die wir verpasst hatten, aufzuarbeiten. Irgendwann zwangen wir uns, ins Bett zu gehen- zwei Tage für eine so große Stadt sind eine kurze Zeit und wir brauchten unsere ganze Energie. Wir standen früh auf, lernten eine Belgierin kennen und fuhren gemeinsam nach Sentosa Island. Diese kleine Insel, leicht mit dem Zug und einem kurzen Fußmarsch zu erreichen, besteht hauptsächlich aus Touristenattraktionen. Aquarien, Universal Studios, Vergnügungsparks, usw. usf. Alles ungemein teuer, weswegen wir uns fühlten wie Charaktere aus Oliver Twist, die sehnsüchtig den Leuten dabei zusahen, wie sie all den Luxus auskosten. Wir entschieden uns schlussendlich für das Einzige, das wir uns leisten konnten- den Strand.
Dabei stolperten wir zufälligerweise auch über den südlichsten Punkt des asiatischen Festlands- also Win-Win sozusagen! Abgesehen davon, gingen wir- und zwar sehr sehr viel. Wir spazierten die Insel auf und ab, fuhren nach Downton um beim Lao Pasat Markt zu essen, gingen zum Marina Bay Hotel und verbrachten einige Stunden auf der Aussichtsplattform. Unser Timing war perfekt- trotz kilometerlanger Warteschlange kamen wir kurz vor Sonnenuntergang oben an und sahen wie die Stadt langsam im pastellfarbenen Abendlicht verschwand, bis irgendwann die Lichter angingen und die Skyline nochmal um einiges magischer aussehen ließen. Wie so oft war ich erstaunt darüber, wie anders Städte in der Nacht sind- es ist wie ein zweites Gesicht. Bei diesem Ausblick störte es uns nicht einmal, dass wir, um mit dem Aufzug die 57 Stockwerke wieder hinunterzufahren, noch eine halbe Stunde anstehen mussten.

Der nächste Tag war ähnlich hektisch. Wir besuchten zuerst den Botanischen Garten, der wunderschön und riesengroß war, verbrachten ein paar Stunden mit der Suche nach einem Elektronik-Geschäft (Constanze hatte ihr Ladekabel vergessen) und fanden dann erst keines, das nicht ultra überteuert war. Da es dann noch zum Regnen anfing- und ich rede von tropischem Regen- verkrochen wir uns im Hostel, sagten die fünfstündige Roller- Tour durch die Stadt (für die wir uns in einem Moment der übermäßigen Motiviertheit angemeldet hatten) ab und fuhren stattdessen nach Chinatown. Einige exotische Speisen und Eindrücke später überredete uns Erika (die Belgierin) noch mit in den Marina Bay- Park zu kommen, wo angeblich eine Baum- Lichtershow stattfinden sollte.
Wir wussten alle nicht genau, was uns erwartete, einigten uns aber darauf, auf jeden Fall mal vorbeizuschauen. Wir rechneten eigentlich mit ein paar Bäumen, die irgendwie mit Laternen geschmückt sind und durch die man durchspazieren kann. Meine Güte, wir hätten nicht falscher liegen können. Wir kamen an und waren von der ersten Sekunde an schon am Staunen, weil sich vor uns nicht eine Allee an Bäumen erstreckte, sondern eine Ansammlung aus riesigen Gebilden, die an ein futuristischeres Avatar (ja, noch futuristischer!) erinnerten. Singapur gibt sich eindeutig nicht mit halben Sachen zufrieden. Beinahe wie in einem Rausch starrten wir die verschieden beleuchteten Geäste an, die sich über den Himmel ausbreiteten wie Risse in einer sonst makellosen Wand. Über die Stämme zogen sich schichten von Moos und Blättern- es war surreal. Inmitten dieses ganzen Spektakels passierte unser zweiter Fehler- wir dachten die „Bäume“, deren Beleuchtung in regelmäßigem Abstand die Farbe wechselte, wäre die Lichtershow, von der wir gehört hatten.
Wir saßen also unter den beeindruckenden Farbspielen und wollten nach einiger Zeit gerade aufbrechen, als plötzlich eine Durchsage gemacht wurde, die den Beginn der Lichtershow ankündigte. Zum Glück sind wir geblieben. Begleitet von Musik aus verschiedenen Teilen Asiens bewegten sich die Farben & Lichter auf den Bäumen, die uns den Atem raubten. Lustig, wie etwas, zu dem ich zuerst eher widerwillig mitging und das wir fast durch verfrühtes Gehen verpasst hätten, zu meinem Highlight der Singapurreise wurde. Manchmal fallen solche Zufälle einfach genauso, wie sie fallen sollen- unser letzter Abend hätte nicht besser sein können.

Auch wenn ich nur zwei Tage dort war, kann ich mit Überzeugung sagen, dass Singapur eine beeindruckende Stadt ist. Sie ist sauber, bis ins kleinste Teil strukturiert, extrem vielfältig und international. Alles ist beschriftet, die Stationen in den Zügen werden nicht nur durch Lichtsignale sondern auch anhand von Durchsagen in klarem Englisch angesagt, die Menschen sind extrem freundlich und alles…funktioniert einfach. Singapur funktioniert in jeglicher Hinsicht und das ist das, was mich persönlich so fasziniert. Jeder weiß, wo er hingehört, was erlaubt ist und was nicht, die Menschen haben klare Strukturen und Regeln und halten sich daran. Einfach so- es ist bemerkenswert. Es ist eine dieser Städte, in denen man als Tourist nicht mehr als ein paar Tage „benötigt“, in der man sich aber problemlos ein Leben vorstellen kann. Außergewöhnlich.







