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Koh Phangan
Uns standen einige Routen für unsere Reise nach Koh Phangan zur Auswahl. Wir hätten zum Beispiel mit dem Zug fahren können und danach auf ein Boot umsteigen. Oder nach Koh Samui fliegen und danach ein Boot nehmen. Wir kamen jedenfalls nicht um das Boot herum und um Geld zu sparen entschlossen wir uns schlussendlich dafür, nach Bangkok zu fliegen, dort umzusteigen, ein weiteres Flugzeug nach Surat Thani zu nehmen und von dort mit dem Nachtboot nach Koh Phangan zu fahren. Ursprünglich ging es uns um ein minimales Ersparnis, doch im Nachhinein wage ich zu behaupten, dass es alles Geld der Welt wert gewesen wäre, um auf das, was uns erwartete zu verzichten. Wir erreichten Surat Thani gut gelaunt und müde- wir hatten noch sechs Stunden zu überbrücken bevor das Boot um 23:00 Uhr ablegen würde. Und was tut man als naiver Mensch in einer kleinen Stadt in der man zu viel Zeit hat? Genau- man besucht den Markt um etwas zu essen. Meine Güte, wie sehr ich wünschte, wir hätten das nicht getan. Wir aßen also, bis wir voll waren und bestiegen dann das Boot in der Hoffnung, dass die sechsstündige Fahrt problemlos vorüber gehen würde.

Es war 05:00 Uhr, als ich von dem Geschaukle aufwachte und bemerkte, dass Constanze nicht neben mir lag. Ich wartete, bis ich mich wieder einigermaßen orientieren konnte und fragte nach einigen Minuten eine Frau, die von der Toilette kam, ob sie auf dem Weg dorthin jemanden gesehen hätte. Sie bejahte und erklärte mir, dass im Unterdeck seit einiger Zeit ein Mädchen säße. Verdammt. Ich sprang auf, torkelte auf dem wackelnden Boot bis zur Leiter und stolperte ein Stockwerk tiefer, auf dem ich eine grün-grau-gesichtige Constanze fand, die zusammengekauert am Boden saß. Wir hielten uns an der Hoffnung fest, dass es nur Seekrankheit wäre- zu unserem Glück war der Hafen bereits in Sichtweite und irgendwie schafften wir es, ohne weitere Vorfälle in unser Hostel. Ich platzierte Constanze auf einer Bank, legte unsere Sachen ab und flehte den Nachtmanager an, uns früher in unser Zimmer zu lassen. „Check-In ist ab 14:00 Uhr“ war seine Antwort. Ich blickte kurz zu der Uhr über seinem Kopf- 07:30 Uhr. Auch meine sehr bildliche Schilderung des Zustands in dem sich Constanze befand, konnte seine Meinung nicht ändern und so setzten wir uns in eine kleine Hütte, die etwas abgelegener lag.
Spätestens da wurde uns klar, dass es ganz eindeutig keine Seekrankheit war sondern eine Lebensmittelvergiftung- die nächsten Stunden bestanden daraus, dass Constanze abwechselnd zur Toilette kroch, weinte oder schlief während ich die Rezeptionistin im Zehn- Minuten- Takt nach einem Update fragte, uns in ein Privatzimmer umbuchte oder hilflos daneben saß und versuchte ihr Trost zu spenden. Es war kein besonders guter erster Tag, auf Koh Phangan. wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt.
Aufgrund des ungeschulten Personals dauerte es schlussendlich bis 15:00 Uhr, bis unser Zimmer endlich bezugsfertig war- ein Umstand der zumindest geringe Besserung brachte. Nichtsdestotrotz dauerte es bis zum nächsten Morgen, bis wir sicher waren, dass das Schlimmste überstanden war und wir anfangen konnten, das Resort in dem wir uns befanden tatsächlich wahrzunehmen. Wir waren umgeben von Hängematten, Pools, Palmen, wunderschönen Menschen mit perfekten Köpern die am Strand Yoga machten und kleinen Häuschen in denen man sich am Strand massieren lassen konnte. Für 5€ die Nacht hätten wir es eindeutig schlechter treffen können. Besonders weil Koh Phangan für genau zwei Dinge bekannt ist- Die Parties (besonders die Full- & Half Moon Party), zu denen jeden Tag Tausende von Backpackern antanzten -haha- und die Strände.
Das, vermischt mit der Tatsache, dass Thailand so unglaublich günstig ist (besonders im Vergleich zu Australien) führte zu einer traumhaften Woche. Wir lernten einen Engländer namens Ally kennen, der zu unserem neuen besten Freund wurde und verbrachten die Tage damit, mit unseren gemieteten Mopeds zu Wasserfällen zu fahren, einen Strand von dem aus man auf eine Insel gehen kann zu besuchen und die Insel zu erforschen, bevor wir Abends zu unserem Lieblingsnachtmarkt fuhren und uns die Bäuche mit Smoothies für 80c und Pad Thai für 1,50€ vollzuschlagen. (Wir hielten uns eher an die sichereren Sachen, nach dem letzten Vorfall).

Das Leben war wunderbar- wir sahen die schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen hatten, wanderten zu Aussichtspunkten oder fuhren einfach nur mit den Rollern herum, was ich seit Indonesien nicht mehr gemacht hatte und mich jedes Mal wie ein kleines Kind jauchzen ließ. Es gibt wenig, was einem mehr Freiheit verspricht, als in Asien mit einem Roller über die Straßen zu düsen. Constanze hat mich mehr als einmal ermahnt, weil ich hysterisch lachend im tropischen Regen nochmal mehr Gas gab- es macht einfach süchtig!
Die Nächte liefen für gewöhnlich ruhiger ab- nachdem wir beide ein sehr aufregendes letztes halbes Jahr hatten blieben wir meistens gemütlich, chillten in Hängematten, schauten Filme oder unterhielten uns bis 03:00 Uhr morgens mit Ally.
Die Ausnahme zu dieser höchstentspannenden Routine gab die Half-Moon-Party, auf die wir keinesfalls verzichten wollten. Es ist beinahe ein Muss auf dieser Insel mindestens eine der berühmten Parties zu besuchen. Wir ließen uns also mit Neonfarben anmalen, gingen auf die Party, die mitten im Dschungel stattfand und tanzten uns bei elektrisierender Musik und Flammenshows bis 05:00 Uhr früh die Seele aus dem Leib. Jaja, so läuft das bei uns.
Trotz allem was wir gemacht haben, versteh ich immer noch nicht, wie die Woche so schnell vergehen konnte- plötzlich war der letzte Tag gekommen und eh wir uns versahen, mussten wir dieses Paradies wieder verlassen. Wir können uns beide bis heute nicht erklären, wie das passiert ist. Unsere gemeinsamen drei Wochen waren zu einer geschrumpft und wir befanden uns auf dem Boot nach Koh Tao- unserem vorletzten Stopp. Ich versuche immer noch, die Zeit irgendwie langsamer vergehen zu lassen, doch sie scheint einfach nur noch schneller vorbeizuziehen.







