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Alleine reisen- Eine Einführung
Dieser Eintrag ist vielleicht etwas aus dem Kontext gerissen, aber in meiner Zeit des Alleine-Reisens wurde ich einfach zu oft mit Bemerkungen konfrontiert, über die ich mir den Kopf zerbrochen habe. Die Klassiker waren „Ich könnte nie alleine reisen“, „bist du nicht einsam?“ oder „fehlt dir nicht irgendetwas?“. „Ich bewundere dich so dafür!“ und "fürchtest du dich nicht als Mädchen ohne Begleitung?" waren auch häufig dabei.
Da ich vor einigen Monaten nicht anders reagiert hätte (bis auf das mit dem Mädchen, die Ansicht fand ich immer schon blöd), dachte ich, ich äußere mich mal dazu. Gleich als Vorwarnung- ich werde hier keine Auflistung der unzähligen Vorteile des Reisens ohne Begleitung bringen. Das steht mir weder zu, noch könnte ich eindeutig sagen, was mir persönlich besser gefällt. Ich bin sowohl alleine, als auch mit Leuten gemeinsam gereist. Ich habe beides sehr genossen und war in beiden Szenarios hin und wieder genervt von meiner Situation- wie bei jeder Sache auf der Welt, hat beides Vor-und Nachteile. Wenn ihr also auf einen dieser klassischen „Warum alleine reisen das Beste auf der Welt“ ist- Texte gehofft habt, muss ich euch leider enttäuschen.
Was ich persönlich allerdings mit absoluter Gewissheit sagen kann, ist dass die Reiseerfahrung eine komplett andere ist und man das neue Umfeld durchaus anders wahrnimmt. Man wird gezwungen mit neuen Menschen zu reden, schließt Freundschaften, die intensiver sind als man sich vorstellen kann, ist auf Fremde angewiesen, steht Katastrophen alleine gegenüber und ist im Grunde ohne jegliche Komfortzone an einem weit entfernten Ort. Kann gut sein, muss es allerdings nicht. Genauso besonders ist es, jemanden zu haben, mit dem man alles teilen kann (geld- sowie auch erfahrungstechnisch) und der einem ein bisschen die Angst nimmt, diesem Abenteuer allein gegenüber zu stehen, den mann bereits kennt und der das Heimweh nicht so schlimm macht.
Man nimmt ein Land demnach definitiv unterschiedlich wahr- ob die Erfahrung gut oder schlecht ist, hängt – egal wie man reist- immer von der persönlichen Auffassung ab. Man kann sich alles schlecht reden und man kann immer etwas Positives an der Situation finden. Ich denke, solange man der Lage offen gegenüber steht, kann man im Grunde nur bereichert daraus hervorgehen. Das Einzige was ich jedoch tatsächlich mit Sicherheit sagen kann ist, dass das Reisen alleine durchaus herausfordernder ist und vermutlich mehr zum persönlichen Wachstum beiträgt, als das Reisen mit Freunden von zuhause. Und auch, wenn ich keine Empfehlung abgeben kann oder will, so kann ich doch zumindest mit ein paar Tipps zum Thema alleine reisen beitragen:

Falls also jemand darüber nachdenkt, alleine zu verreisen und Bedenken hat, keinen Anschluss zu finden, alleine zu bleiben, zu vereinsamen, etc.-hier meine persönliche Erfahrung: Das Schwierigste am Reisen ohne Begleitung, ist die Abfahrt von Zuhause. Sobald du angekommen bist, geht es nur noch um Folgendes- so lang du irgendwie ein normales menschliches Wesen bist, das kein kompletter Psycho ist, Leute beleidigt, sich wie ein Arschloch benimmt oder nur in seinem Zimmer vor dem Handy hockt, wirst du in jedem Hostel und in jeder Situation Freunde finden. Versprochen. Auch als introvertierter Mensch- du musst die Leute meistens nicht einmal selbst ansprechen, solltest du davor Angst haben. Ich weiß es ist verlockend. Es ist leichter, mit dem Handy im WLAN zu sitzen. Es ist bequemer, sich mit der Familie und den Freunden zuhause zu unterhalten und sich abzuschotten. Ich weiß, es braucht Überwindung. Aber- dafür bist du nicht ans andere Ende der Welt gereist. Die Leute daheim sind immer noch dort, wenn du zurückkommst. Geh raus, triff Menschen, setz dich in einen Gemeinschaftsraum, auch wenn du noch niemanden kennst. Jedes Hostel bietet irgendwelche Aktivitäten- von Parties, über Touren bis zu Spielen- an, die das Kennenlernen noch erleichtern.
Ich garantiere dir, jemand wird dich ansprechen, wenn du es nicht von dir aus tust. Als kleiner Tipp: „Hey, how’s it going?“ ist der Klassiker unter den Eisbrechern und führt fast immer zu einem Gespräch. Auch Fragen über die Herkunft, bevorstehenden Pläne, Touren, die Stadt, sogar das Hostel- einfach alles was dir einfällt, sind immer gern gehört. Falls dir das immer noch zu vage oder riskant ist, sind Tourismustouren oder auch Transportmittel wie Reisebusse voll von Backpackern und Gleichgesinnten. Gegebenen Falls (solltest du in besagtem Land arbeiten wollen), wirst du auch bei Jobs immer neue Leute treffen. Außerdem hat fast jedes Land eine Facebook/ Couchsurfing/ Airbnb Gruppe für Reisende, in denen man immer ein bisschen stöbern kann. Dort findet man alles- von potentiellen Reisebuddies für die nächsten Monate, bis hin zu
Personen, die sich spontan noch am selben Tag treffen wollen. All den Social Media Plattformen sei Dank! Sie machen es uns fast schon zu einfach.
Alle Wanderlustigen suchen nach neuen Bekanntschaften, (beinahe) niemand will dir etwas Böses und ich kann dir versprechen, jeder nimmt dich gerne auf. Sei mutig und versuch es, es wird sich lohnen. Als kleine Motivation:
In einem Monat Indonesien war ich einen Tag alleine, weil ich keine Lust auf Gesellschaft hatte.
In zwei Monaten Neuseeland war ich 1 ½ Wochen komplett allein- gezwungenermaßen, weil ich in meinem Auto gelebt habe.
In 1 ½ Monaten Australien war ich nie alleine.
In Singapur habe ich mich mit einer meiner besten Freundinnen von zuhause getroffen- den Rest meiner Reise machten wir gemeinsam.
So gesehen war ich von fast sechs Monaten des Reisens nicht einmal zwei Wochen nur auf mich gestellt. Das klingt akzeptabel oder nicht? Bevor ich wegging sagten mir alle, dass ich nie alleine sein werde- ich habe ihnen nicht geglaubt. Ich war davon überzeugt, dass ich oft einsam sein werde, oft Dinge alleine unternehmen werde und oft einfach niemanden finden können werde, der mich mag. Was ich damals noch nicht wusste- für gewöhnlich haben alle Reisenden die gleiche Einstellung und Lebensweise. Alle sind offen und simpel und unvoreingenommen. Wenn du jemanden triffst, gibt es keine merkwürdige Kennenlernphase, in der man sich nach kurzer Zeit wieder verliert. Du bist im instant- Beste-Freunde-Modus. Jedes Mal. Und das Beste ist- es wird mit jedem Mal leichter. Was am Anfang noch jede Menge Überwindung und Mut kostet, geht dir nach ein paar Wochen ohne nachzudenken von der Hand.
(Fast) Jeder, der reist, möchte neue Leute treffen. Und du bist einer davon. Vergiss das nicht. Natürlich sollte man nicht unvorsichtig sein und jedem blind vertrauen, aber im Allgemeinen gilt- wenn du nett zu Menschen bist, werden sie auch nett zu dir sein.







